
Hennes verkörpert in der Rolle des „Donatus Matthäus, Franklin zu Lichtenthal“ einen wohlhabenden süddeutschen Patrizier des späten 14. Jahrhunderts. Als „Franklin“ – ein mittelalterlicher englischer Begriff für einen freien Landeigner und zufällig realer Vorname von Hennes – steht er für Ansehen, Einfluss und Besitz. Mit Würde, strategischem Verstand und repräsentativem Auftreten ist er eine zentrale Figur im Gefüge von Ordnung und Macht um das Jahr 1380.
In seiner Rolle als Obrist und Hauptmann der Wache übernimmt er die „militärische“ Führung und ist zugleich als Sicherheitskoordinator der Vereins Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Themen Schutz, Sicherheit und Ordnung. Und ja, dazu gehört auch der sichere Fassanstich bei der Markteröffnung.
Außerdem stellt Hennes den Grafen Heinrich II. von Saarbrücken dar, einen hochmittelalterlichen Geistlichen aus dem frühen 13. Jahrhundert. Heinrich entstammte dem Umfeld des saarländisch-leiningischen Adels und ist in Worms zunächst als Propst des Kollegiatstifts St. Cyriakus in Neuhausen, später als Dompropst von Worms greifbar. Später wurde er Bischof von Worms und stand damit an der Spitze eines bedeutenden geistlichen Fürstentums.
Die aktuelle Darstellung zeigt Heinrich jedoch nicht in seiner späteren Zeit als Bischof, sondern in der Zeit um 1215, als er Dompropst zu Worms war. In dieser Rolle bewegt er sich zwischen Kirche, Adel, Reichspolitik und geistlicher Verantwortung.
Wie bei vielen realen Personen des Mittelalters ist die Recherche nicht immer einfach. Die Quellenlage ist lückenhaft, persönliche Details sind kaum überliefert und vieles lässt sich nur aus Amt, Umfeld, Zeitstellung und vergleichbaren Quellen erschließen. Die Darstellung versteht sich daher als sorgfältige Annäherung an eine historische Person; nicht als vollständig belegbare Rekonstruktion jedes einzelnen Details.

